Karl/Loemke

8.

Nachempfinden – Nachspüren – Nachbilden.

Zum Potential des Mimetischen in Forschungsprozessen

 

Der gemeinsame Workshop ist der Versuch zu zeigen, wie sich kunstpädagogische Forschung anhand eigener künstlerischer Erfahrungen schärfen lässt.

 

Der erste Fokus richtet sich auf etwas scheinbar Belangloses: Studierende zeigen ihre Bilder und breiten sie aus. Dabei entsteht eine temporäre Bildkombination, ein Hyperimage (Felix Thürlemann), das über eigene Logiken verfügt. In der mimetischen Annäherung an Prozess und Ergebnis des Ausbreitens wird spürbar, dass es grundlegende Orientierungen gibt, die den Umgang des Menschen mit seinen Bildern bestimmen. 

Den zweiten Fokus bildet eine Sequenz der Performance-Künstlerin Joan Jonas, die wir ebenfalls mit den Mitteln der mimesis (Christoph Wulf) beforschen. Angelehnt an die künstlerische Strategie des Re-Enactment, einem eigenen raum-zeitlichen, leiblichen Nachvollzug wird die Grenze der Sichtbarkeit überstiegen. Es soll deutlich werden, wie während des praktischen Tuns ein unverzichtbarer induktiver Erkenntnisprozess entsteht, der sich nicht kognitiv abkürzen lässt.

 

Der Workshop baut auf eigenen praktischen Erprobungen im forschenden Handeln auf, reflektiert aber zugleich, was kunstpädagogische Forschung leisten kann.

 

ReferentInnen: Notburga Karl, Tobias Loemke

(Universität Bamberg; Universität Erlangen-Nürnberg)

Zeit:  14.00 bis 17.00 Uhr

Max. Teilnehmerzahl: 15

Ort: FAU, Lehrstuhl für Kunstpädagogik, Sankt Paul, Tonraum, Raum U1.401 

 

 

Direkt zur Anmeldung